Haut, Sonnenbrand, Sonnenschutz



Endlich ist sie da, die Sonne! Zumindest die Sonnenhungrigen unter uns erwachen nun definitiv aus dem Winterschlaf und geniessen das Licht und die Wärme. Für die anderen (und dazu zähle auch ich) beginnt die Zeit des Schattens, der die Hitze zumindest etwas erträglicher macht.

 

Zusammen mit der Sonne kommt auch immer der Sonnenschutz. Wir schützen uns und unsere Haut vor den negativen Auswirkungen der Sonnenstrahlung, oder einem Zuviel davon. Doch was passiert eigentlich, wenn man Sonnenbrand erwischt? Und was macht einen guten Sonnenschutz aus?

 

Unsere Haut

 

2b0ae85e-5cd0-4914-a60a-8cbeb3fcfbf6jpg

 

Schauen wir uns zuerst unsere Haut an. Sie ist in drei Teilen aufgebaut und jede dieser Schichten erfüllt eigene und für uns unverzichtbare Aufgaben.

 

Die Unterhaut, auch Hypodermis genannt, bildet die Basis dieses ganzen Pakets. Sie besteht hauptsächlich aus Fettzellen, welche uns vor grosser Kälte schützen. Die Fettzellen dienen aber auch als Energiespeicher und gleichen Druck aus, der auf die Haut ausgeübt wird. In der Unterhaut sind die Wurzeln unserer Haare beheimatet, zusammen mit grossen Blut- und Lymphgefässen.

 

Die Unterhaut fungiert ebenfalls als Bindeglied zu Muskeln, Knochen und anderen Organen.

 

Über der Unterhaut findet sich die sogenannte Lederhaut (Dermis). Hier spielt sich alles ab, was wir wahrnehmen: Berührungen, Schmerz, Wärme, Kälte. Von hier aus schwitzen wir.

 

Die Lederhaut ist durchzogen mit feinen Blutgefässen, Nervenbahnen, Talg- und Schweissdrüsen. Sie besteht aus Bindegewebe, das sich aus Elastin und Kollagen zusammensetzt. Diese beiden Stoffe machen die Haut straff und elastisch. Im Alter, bei ungenügender Pflege oder aber auch zu viel Sonnenstrahlung nehmen diese Stoffe rasch ab, was sich in trockener, rissiger Haut oder in Falten äussert. Die meisten Gesichtscremes pflegen die Oberhaut und dringen nicht tief genug in die Lederhaut ein, darum ist die richtige innere Pflege der Haut sehr wichtig.

 

Unsere Haut wird durch die Lederhaut resp. durch deren Blutgefässe mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

 

Die Oberhaut ist den meisten von uns ein Begriff: die Epidermis. Sie enthält keine Blut- und Lymphgefässe und besteht aus Hornzellen, derselbe Stoff aus dem unsere Nägel und Haare sind: Keratin. Die Hornzellen stabilisieren unsere Haut und lassen das Wasser abperlen. Die Haut ist unser grösstes Organ und schützt unseren gesamten Körper.

 

Die Hornzellen verschieben sich von der unterersten zur obersten Haut und fallen anschliessend in Form von Schuppen ab. Dieser Prozess dauert ungefähr 4 Wochen, wir besitzen also jeden Monat eine komplett neue Haut! Wie Du Dir sicher vorstellen kannst sind dafür viele Baustoffe nötig (dazu mehr weiter unten bei Ernährung).

 

Auf der Epidermis wird denn auch ersichtlich, wenn die Haut erkrankt ist. Schuppen, Ekzeme oder Pickel - oder Sonnenbrand.

 

Was ist Sonnenbrand und wie kannst Du ihn heilen?

 

aff06950-ed36-4883-be01-742e1076166cjpg

 

Hier ist wichtig anzuerkennen, dass Sonnenbrand tatsächlich eine Brandwunde ist. Ein Sonnenbrand mit Blasenbildung ist eine Verbrennung zweiten Grades (!).

 

Verbrennungen werden auch heute noch meist mit Kühlung behandelt. Neuere Studien haben gezeigt, dass eine Kühlung von 15 - 20 Grad Linderung verschafft, wenn sie unmittelbar nach der Verbrennung zugeführt wird. Dies ist bei einem Sonnenbrand nicht möglich, da man ihn erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag bemerkt.

 

Zudem kann übermässige Kälte oder lang andauernde Kühlung die Regeneration der Haut beeinträchtigen.

 

Unbedingt meiden solltest Du erneutes, direktes Sonnenlicht. Das ist als würdest Du Öl ins Feuer giessen. Synthetische Gels oder Sonnenbrandcremes können durch die künstlichen Stoffe die Haut weiter reizen und je nach Konsistenz die Atmung der Haut blockieren.

 

Als Alternative kannst Du auf folgende Produkte zurückgreifen um Deinen Sonnenbrand zu behandeln:

 

·     Kolloidale-Silber-Creme

·     Kolloidales Silber

·     Aloe Vera Gel

 

Kolloidales Silber hat eine entzündungshemmende, beruhigende und antibakterielle Wirkung und kann mit der Creme leicht aufgetragen oder flüssig mit einem Zerstäuber auf die verbrannte Haut aufgesprüht werden.

 

Aloe Vera Gel kühlt und lindert den Schmerz und/oder den Juckreiz, der ein Sonnenbrand versuchen kann.

 

Der falsche Schutz

 

Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme. Üblicherweise enthalten Sonnencremes jede Menge Chemikalien, welche unsere Haut aufnimmt und damit dem Blutkreislauf weitergibt. So landen diese Substanzen in unserem Körper und belasten die Leber, die Nieren und den Darm, welche die Chemikalien unschädlich machen und dann wieder ausscheiden müssen.

 

Es gibt aktuell keine Kontrollen was die Inhaltsstoffe oder die Dosierung der Stoffe von Sonnenschutzprodukten betrifft. Das ist einerseits sehr verwunderlich und andererseits gefährlich, denn Sonnencreme enthalten Stoffe, die krebsauslösend sind. Über 150 Stoffe sind bereits bekannt. Damit die Sonnencreme einen zuverlässigen und andauernden Schutz aufbauen kann, muss sie mehrmals täglich aufgetragen werden. Das bedeutet, dass mehrmals täglich verschiedene, für uns giftige, Substanzen über die Haut aufgenommen werden.

 

Durch die Belastung der Organe wird auch das Immunsystem überfordert. Dies kann zu einer Schwäche des Immunsystems führen und es kommt zu Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Krebs.

 

Mineralische Sonnencremes sind mit Zinkoxid oder Titandioxid angereichert, welche nicht in die Haut eindringen können. Studien haben jedoch ergeben, dass diese Nanoteilchen die Schutzbarriere der Haut, die sogenannte Lipidschicht, durchdringen können, wenn die Grösse dieses Mikroplastik zu klein ist.

 

Der richtige Schutz

 

ccb589e9-0863-49f7-91d4-f9f007ebb42cjpg

 

Sonne ist gesund und schenkt Vitalität. Wir brauchen die Sonne auf unserer Haut, um das Vitamin D und das Glückshormon Serotonin zu produzieren. Eine Sonnencreme soll uns schützen, uns aber dennoch erlauben, Vitamin D herzustellen. Eine Herausforderung.

 

Wichtig dabei zu wissen ist, dass es sowohl einen Schutz vor den UVA-, aber auch vor den UVB-Strahlen braucht. Lange Zeit ging man davon aus, dass die UVB-Strahlen für Hautkrebs verantwortlich sind. Das hat sich als falsch herausgestellt.

 

Die UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und können so grösseren Schaden verursachen. Auf dem Markt gibt es insbesondere Sonnencremes mit UVB-Blockern, womit gleichzeitig der Anteil des Vitamins D sinkt, da dieses auf die UVB-Strahlen angewiesen ist.  Ein tiefer Vitamin-D-Wert im Blut ist leider ein weiterer Faktor, der Krebs begünstigt.

 

Sogenannte Mineralische Sonnencremes schützen die Haut mithilfe des oben genannten Zinkoxids. Hierbei ist unumgänglich, dass Du darauf achtest, welche Grösse die Nanoteilchen haben. Sie dürfen nicht kleiner sein als 100nm, damit sie die Schutzbarriere der Haut nicht durchdringen. Wenn Du ganz sicher sein willst, achtest Du auf Nanoteilchen von 330nm und grösser. Die Hersteller von mineralischen Sonnencremes können Dir weitere Informationen über die genutzten Nanoteilchen in ihren Produkten geben, frag ruhig mal nach.

 

Mit Zinkoxid kannst Du übrigens auch selber eine Sonnencreme herstellen. So weisst Du zu 100% was drin ist und was auf Deiner Haut landet. Dafür brauchst Du die folgenden Zutaten:

 

·     30gr Kokosöl – das enthält von Natur aus einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 7

·     24gr Sheabutter – die enthält von Natur aus einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 4

·     3gr Jojobaöl für die Hautpflege

·     30 Tropfen Ätherische Öle wie Eukalyptus (LSF von 2.5) oder Lavendel (LSF von 5.5)

·     3gr Vitamin E – das nährt und schützt die Haut

·     Zinkoxid (non nano) – «non nano» deklariert, dass die Teilchen grösser als 100nm sind

 

Anleitung:

 

Gib das Kokos- und das Jojobaöl mit der Sheabutter in einer Schüssel in ein warmes Wasserbad, um sie miteinander zu verschmelzen. Anschliessend kannst Du die Schüssel beiseitestellen und die Mischung etwas abkühlen lassen.

 

Nun misst Du das Zinkoxid ab.

 


Wichtig: Dafür musst Du zwingend eine Schutzmaske anziehen, damit Du den Feinstaub nicht einatmest!

 

Die Menge ist abhängig vom Lichtschutzfaktor, den Du erreichen möchtest:

 

·       5% = LSF von 2 – 5

·     10% = LSF von 6 – 11

·     15% = LSF von 12 – 19

·     20% = LSF von 20 und höher

 

Fülle das Zinkoxid zusammen mit dem Vitamin E und den ätherischen Ölen in die abgekühlte Ölmischung und rühre alles gut unter.

 

Du kannst die fertige Mixtur in einem Cremetiegel oder einem Dunkelgefäss im Kühlschrank lagern, so hält sie ungefähr 6 Monate. Aufgetragen wird sie wie andere Sonnencremes auch, mehrmals täglich und nach dem Sprung ins Wasser.

 

Geschützte Haut durch richtige Ernährung

 

Natürlich ist es sinnvoll, seiner Haut jeden Tag etwas Gutes zu tun und sie dauerhaft zu schützen. Wir können unserer Haut jeden Tag die notwendigen Nährstoffe zukommen lassen, damit sie stark, jung und strahlend bleibt. So kann sie einem Sonnenbrand auch Mal trotzen, wenn wir zu spät Schutz aufgetragen oder ihn komplett vergessen haben.

 

Kluge Ernährung für die Haut

 

492747e4-1059-4632-84c0-83ac09d54f3cjpg

 

Grundsätzlich benötigt die Haut gesunde Fette, Vitamine und Flüssigkeit. Eine ausgewogene Ernährung bietet der Haut also allen Komfort, wir können aber natürlich auch gezielt Nahrungsmittel bevorzugen, die extra toll für unsere Haut sind:

 

·     Avocados: sie liefern sowohl Vitamine wie auch Fette. Wer Avocados nicht mag, kann sich zum Beispiel eine Maske damit gönnen.

·     Heidelbeeren: sie sind stark antioxidativ und entzündungshemmend. Sie unterstützen damit die Abwehr und den Heilungsprozess der Haut.

·     Grüntee: Grüner Tee liefert ebenfalls entzündungshemmende Stoffe und ganz nebenbei noch Flüssigkeit.

·     Wassermelone: Flüssigkeit pur, ergänzt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Im Sommer sowieso ein Muss, oder?

·     Grünkohl: er unterstützt die Blutgefässe und erleichtert damit die Versorgung der Haut mit Nährstoffen.

·     Schwarze Johannisbeeren: sie enthalten wahnsinnig viel Vitamin C und liefern damit einen der wichtigsten Bausteine für die Bildung von Kollagen und Elastin.

·     Tomaten: um sich vor der Sonne zu schützen, bilden Tomaten eine rote Haut. Dieser Effekt kann auch unserer Haut helfen, der Sonne zu trotzen.

 

Mich interessiert nun Deine Sicht auf das Thema: Hattest Du schon mal schweren Sonnenbrand? Worauf achtest Du beim Sonnenschutz? Möchtest Du mehr über die Haut & die Ernährung erfahren? Melde Dich gerne bei mir unter mail(at)nahrungsbewusst.ch.

 

In dem Sinne: guten Appetit & bis bald!

 

Sandrine von nahrungsbewusst